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Davids Tagebuch

Dortmund wird Weltmeister!

Oft muss ich mir anhören: Du bist ein Mode-Fan! Du bist erst Fan, seit Dortmund ‘96 Meister geworden ist! Dann erwidere ich: Stimmt ja gar nicht! Ich bin Fan, seit die ‘95 Meister geworden sind!

Und 2011? Fest steht, die Begeisterung ist groß! Die Dortmunder Spieler sind so beliebt… wenn der Schiri ne Karte zieht, dann höchstens für ein Autogramm!

Allerdings geben nur die Dortmunder Spieler Autogramme, die schon ihren Namen schreiben können, versteht sich! Die Dortmunder Spieler sind so jung, es gibt jetzt den ersten Fußballschuh mit Klettverschluss, damit Kloppo nicht vor jedem Spiel elf Mal Schleife binden muss! Aber auf dem Platz: abgeklärt, wie ganz alte Hasen!

Deshalb, klare Sache: Die Mannschaft des Jahres kann 2011 nur eine sein!

Zudem munkelt man, bei der diesjährigen “Sportler des Jahres”-Gala erhalte Uli Hoeneß endlich die verdiente Rote Karte für sein Lebenswerk!


Was soll man sagen? Wenn’s läuft, dann läuft’s!






Weihnachten

Kinder, ist das herrlich, das Fest steht vor der Tür … bald ist Sylvester!!! Endlich wieder Fleischstückchen im Fondue versenkt und D-Böller im Straßengully!

Vorher feiern wir am 24. Dezember allerdings noch kurz den Geburtstag vom Weihnachtsmann. Und das wird ja geschenke- und verwandtenmäßig gerne schnell mal stressig!

Damit ich dieses Jahr nicht komplett den Überblick verliere, hab ich mir vorgenommen: Bis zum Heiligen Abend esse ich jetzt Haschkekese nur noch an Tagen, die auf Tag enden, und Mittwochs!

Nee, ich freu mich schon auch auf die Feiertage, schließlich ist es die einzige Zeit im Jahr, in der ich was Gutes zu essen kriege! Beim Essen auf die Gesundheit zu achten heißt für mich ja ansonsten: Ich fahr mit dem Fahrrad zum Mc Drive!

In diesem Sinne: Frohes Fest, guten Appetit und … 5! … 4! … 3! … 2! … 1! … KAAAWUUUMMBBB!!!






Buch

Nach “Der Schwarm”, “Feuchtgebiete“ und “Pfiffige Basteltricks für Kastanienmännchen & Co.” jetzt die neue Buchsensation! Für alle, denen “Der Herr der Ringe” zu kurz, Stieg Larsons “Verblendung” zu gut gelaunt und Rosamunde Pilchers “Sternschnuppen im August” zu brutal war, gibt es jetzt genau das Richtige: “Morgens 15:30 in Deutschland. Handbuch für aufgeweckte Studenten”! DIE Bibel für alle, die jeden Tag um halb acht aufstehen, weil um acht die Geschäfte zumachen!

Hier erfährst du alles Wichtige rund um‘s Campusleben: Wie lande ich an meiner Traumuni und nicht an der Technischen Gesamthochschule Hodenhagen? Wie überlebe ich in der Studentenküche, wenn meine Tetanusimpfung abgelaufen ist? Und wie mache ich in einer Stunde aus einem 2-Seiten-Wikipedia-Artikel eine 40-Seiten-Hausarbeit? Kurzum: Das unverzichtbare Handbuch für alle Studenten vom 1. bis zum 99. Semester!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Und hier kann man es kaufen!






BP: Läuft doch!

Seit Wochen schockierende Bilder aus dem Golf von Mexiko. Ich hab mal gegoogelt: Das letzte Ereignis, bei dem soviel Öl in die Umwelt gelangt ist, war die Beerdigung von Rudolph Moshammer.

Wie sich jetzt herausstellt, gab es bei dem BP-Unglück mehr obskure Rettungsversuche als zunächst bekannt: Unter anderem ließen Roboter ein Bild von Franjo Poth hinunter, um die sprudelnde Ölquelle versiegen zu lassen.

Und nun anscheinend endlich der erste Erfolg! Dennoch: Beim Einsatz einer Saugglocke kann viel schief gehen. Im schlimmste Fall macht es auf lange Sicht mehr kaputt als dass es nützt! … Weiß ich aus eigener Erfahrung von meiner Geburt.

Meine Biologie-Kommilitonen sind dieser Tage natürlich extrem besorgt: Welche Auswirkungen hat die Umweltkatastrophe auf Vögel, Schildkröten und Ölsardinen?!

Man weiß es nicht. Nur Eines ist gewiss: Wer sich in diesen Wochen am Golf von Mexiko in den Sand legt, ist ratztfatz schön braun!






WM

WM in Südafrika und die Fußballfans sind sich einig: Dieses 90-minütige, unaufhörliche, nervtötende Geplärre bei den Spielen ist einfach nicht zu ertragen! Deshalb sagen Viele jetzt: Ja zum Bela-Rethy-Verbot!

Eine weitere, bis dato gänzlich unbekannte Störquelle bei der WM: die Vuvuzelas. Untereinander auf dem Platz und teilweise auch bei Interviews am Spielfeldrand ist nicht zu verstehen, was die Spieler sagen. Also im Fall von Lukas Podolski: alles so wie immer!

Ein ganz klares Vorbild für mich als Student sind auch 2010 die italienischen Spieler: Das sind die Einzigen, die noch mehr Zeit im Liegen verbringen als ich!

Eigentlich nur “für das Eine” mitgereist sind auch diesmal wieder diverse Spielerfrauen … Noch weiter als sie macht nur Christiano Ronaldo die Beine auseinander!

Ansonsten bleibt weiterzuleiten, was dieser Tage die Mathematik-Expertenkommisson der 3b an der Rex-Gildo-Realschule Mettmann veröffentlicht hat: 1990 + 1974 - 1954 = 2010!

Na also: “Mathe is doch kein Arschloch!”






Griechenland

Aus Athen erreichen uns dieser Tage alarmierende Nachrichten: Studentische Verhältnisse in der Staatskasse von Griechenland!

Ich zeige mich da vollkommen solidarisch mit unseren griechischen Freunden: Die Knete mit vollen Händen für Ouzo und Gyros Pita ausgeben und sich hinterher wundern, dass man knietief im Dispo steckt - das kommt mir alles sehr bekannt vor!

Für mich als Student ist ja das ganze Jahr über Finanzkrise: monatlich muss das Bafög-Amt neue Rettungspakete schnüren, um meinen maroden Haushalt zu sanieren, mit einmal feucht durchwischen ist es da nicht getan!

Natürlich ist es bitter, wenn es gleich ein ganzes Land erwischt! Um an der Akropolis nach dem Gelage wieder auf die Beine zu kommen, wird die alles entscheidende Frage lauten: “Gibt’s auf die Ouzo-Flaschen Pfand?”

Vermutlich nicht. Ein Weltuntergang ist das aber trotzdem nicht. Oder wie der griechische Präsident sehr richtig sagt: “Morgen geht die Sonne wieder auf, ein neuer Tag beginnt, das Gyros wird sich weiter drehen!”






Oscar

Puh, die Nacht von Freitag auf Sonntag war wieder wild . . . Danach erstmal pennen. Aber immerhin: Rechtzeitig zu den Oscars war ich wieder wach!

Und was durften wir in diesem Jahr erleben: "Avatar", der 3-D-Oscar-Favorit mit der eindimensionalen Story geht praktisch leer aus . . . Zu recht! Wenn ich blaue Eingeborene sehen will, gehe ich in Siegen in die Dorfkneipe. Wenn ich ins Kino gehe, muss es knallen! Deshalb völlig verdient: "The Hurt Locker" bester Film 2010 . . . ich konnte den Film ja leider nur zur Hälfte gucken - weil dem Japaner nach einer Stunde die Kamera verrutscht ist. Schade.

Sonst alles beim Alten: Bester deutscher Nazi - ein Österreicher, . . . gääähn! Noch ein bisschen künstliche Aufregung dazugebloggt, weil Sandra Bullock und Orlando Bloom dasselbe Kleid an hatten, und fertig ist die Nacht der Nächte!

Einzige, echte Enttäuschung der diesjährigen Preisverleihung: Bester Kurzfilm wird nicht die viel gelobte, deutsch-italienische Low-Budget Produktion "Gina Lisa porn" sondern Joachim Backs und Tivi Magnussons Film "The New Tenants".

Aber was solls. Wie Oscar-Reporterin Annemarie Warnkross sagen würde: "Für 2010 sind die Karten gefallen, aber nächstes Jahr werden die Würfel neu gemischt!"

In diesem Sinne: Gute Nacht!




Hey! Schön, dass du mein Tagebuch entdeckt hast! Hier erfährst du immer, was bei mir gerade so passiert & was es Neues gibt. Das ist allerdings oft nicht besonders viel … um was zu erleben, müsste ich ja vor die Tür!

Man irrt durch dunkle Gänge, begegnet seltsamen Gestalten und sucht verzweifelt den Weg ins Freie: Das kann ein Mystery-Computerspiel sein, oder das erste Mal in der Uni-Bibliothek.

Ja, so schnell kann’s gehen, und schon hast du dein erstes Buch ausgeliehen! Ich hab’s gemacht, und es hat gar nicht wehgetan … Na ja, fast nicht. Als ich den monströsen Wälzer lässig mit einer Hand aus dem obersten Regal fischen wollte, hätte ich mich fast selbst erschlagen. Is ja auch Wahnsinn: Platon auf 1.000 Seiten?! … Ich bin in der Regel schon überfordert, wenn die Speisekarte beim Griechen länger als 10 Seiten ist.

Natürlich hab ich nicht vorgehabt, das Buch zu lesen! Ich wollte nur großflächig daraus zitieren. Zugegeben, das ist nicht mehr als eine Notlösung, wenn man innerhalb der nächsten 24 Stunden eine 30-seitige Hausarbeit aus dem Nichts zaubern muss. Aber zum Glück gibt’s ja sehr viele sehr praktische Eingriffe zur künstlichen Hausarbeitsvergrößerung. Was ich z.B. immer ganz gerne mache; ich zähle die leeren Rückseiten mit! Auch sehr schön: die Seiten wie eine dieser IQ-Test-Zahlenreihe durchnummerieren, also nicht: 1, 2, 3, 4 … sondern: 1, 2, 5, 7, 12 … !

Was noch ganz gut funktioniert, jedoch mit Zurückhaltung eingesetzt werden sollte: Alle fünf Seiten einfach was aus dem Text rauskopieren und zwei Seiten weiter hinten Platon auf 1000 Seiten? … Ich bin in der Regel schon überfordert, wenn die Speisekarte beim Griechen länger als 10 Seiten ist in den fließenden Text einfügen - merkt kein Schwein!

Das Wichtigste bleibt trotzdem die Frage: "Woher kommt überhaupt der Text?"

Seit Erfindung des Doppelklicks lautet die Antwort: "Wozu selber schreiben, wenn das Internet überquillt?" Also geschwind Wikipedia-Artikel kopieren und einfügen. Allerdings verwenden manche Profs mittlerweile Software zum Aufspüren von geklautem Material! Daher mein Tipp: flott den Wikipedia-Artikel ins Dänische übersetzten, vom Dänischen ins Sorbische, vom Sorbischen ins Hessische und vom Hessischen zurück ins Deutsche – da bleibt jedes Suchpogramm auf der Strecke! … Allerdings auch jeder Funke inhaltlichen Sinns. Egal, die meisten Profs, die ich kenne, sind bei der Korrektur voller als jeder Billigflug-Pilot! Abschließend die 5-seitige Danksagung an Platon, dessen Frau, den Hamster und alle anderen, die leider tot sind, nicht vergessen – fertig ist die Hausarbeit!

Als kleine Zugabe kann man dann noch einen Anhang mit thematischem Bezug erstellen – also die schönsten Fotos aus dem letzten Kreat-Urlaub, beispielsweise.

Wenn man bereits persönlichen Kontakt zum Prof geknüpft hat, gehen auch die Nacktfotos auf den antiken Ausgrabungen in Ordnung. Aber Vorsicht, nicht übertreiben! Schwarzweiß-Ausdrucke reichen hier völlig aus. Aufwändig gephotoshopte Collagen mit dicken Schwänzen und Peter André im Hintergrund sind lustig, schießen aber meistens über’s Ziel hinaus!

Hat bei mir am Ende summa sumarum 32 ½ Seiten ergeben! Und das nächste Mal wird’s noch besser – da leih ich zwei Bücher aus!